Ähnlichkeiten zu anderen Linux-Howtos sind beabsichtigt;-) Hier handelt es sich um eine „kleine“ Zusammenstellung mehrer Howtos und meiner eigenen Ergüssen und Erfahrungen. Wenn Fragen, Probleme oder Unklarheiten auftreten sollten einfach mal im Gentoo-Forum oder in der Gentoo-Wiki stöbern. Bei weitern Fragen zu diesem Artikel einfach mal Kontakt zu mir aufnehmen.
Die meisten modernen Distributionen (z.B.: Suse, Knoppix, Kanotix, RedHad) stellen ein Programm zur Verfügung, mit dem man die gängigsten Netzwerk Schnittstellen konfigurieren kann. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Programme auszuprobieren, bevor man sich an eine manuelle Installation macht.
Distribution | Netzwerk Konfigurationsprogramm ------------------------------------------------ RedHat | /sbin/netcfg Slackware | /sbin/netconfig SuSE | /sbin/yast
Dabei handelt es sich um ähnliche Einstellungshilfen wie in Windows - dafür gibt es auch entsprechende Anleitungen.
Dieses HOWTO beschränkt sich desshalb auf die manuelle Konfiguration. Ich beschränke mich auch auf für diesen Zweck notwendige Informationen.
Zunächst schauen wir uns mal die verfügbaren Netzwerkverbindungen an. Dazu zunächst die Konsole (oder anderen shell-emulator) starten und in den Administrator-modus wechseln.
su
Password
Und nun die Verbindungen anzeigen lassen.
ifconfig
Linux erkennt normale ethernet-Karten automatisch und nummeriert sie von 0 beginnend durch. Normalerweise sollte nun eine Verbindung eth0 angezeigt erden, sollte dies nicht der Fall sein erstellen wir sie ebend .
ifconfig eth0 10.0.XX.Y netmask 255.255.255.0 up
Damit haben wir für die 1. Netzwerkkarte (eth0) die IP-Adresse (für XX - Stationsnummer und für Y eine beliebige Zahl zwischen 1 und 99 : nicht 2 gleiche im selben Netzerk verwenden
) eingerichtet und gleich noch die Subnet-Maske festgelegt.
ifconfig sollte nun etwa so aussehen:
eth0
Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:0C:76:7D:23:17
inet Adresse:10.0.64.77 Bcast:10.0.64.255 Maske:255.255.255.0
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:4029 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:3809 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
RX bytes:3628449 (3.4 Mb) TX bytes:466415 (455.4 Kb)
Interrupt:16 Basisadresse:0xc000
Nun müssen wir unserem guten Rechner nur noch den Gateway beibringen (IP des Routers).
Dazu editieren wir die Datei net.eth0. Sie liegt normalerweise in /etc/conf.d/ kann aber auch je nach Distribution und Version in /etc/ liegen.
Zum editieren kann jeder x-beliebige Texteditor verwendet werden, für die Konsole sind üblich vi oder nano.
z.B.:
nano /etc/conf.d/net.eth0
dann irgendwo (am besten ganz ans Ende oder an den Anfang)
gateway=„eth0/10.0.XX.1“
(XX steht hier für die Stationsnummer)
eintragen :!:vor dieser Zeile darf kein # stehen damit kommentiert man den etsprechenden Teil aus (so lassen sich etwa wunderbar Kommentare in eine config schreiben ohne das diese den auszuführenden code beeinflussen.
So das wars eigentlich! Wir können natürlich das ganze noch testen
ping 10.0.XX.1
PING 10.0.XX.1 (10.0.XX.1) 56(84) bytes of data. 64 bytes from 10.0.XX.1: icmp_seq=1 ttl=XX time=1.14 ms 64 bytes from 10.0.XX.1: icmp_seq=2 ttl=XX time=0.568 ms 64 bytes from 10.0.XX.1: icmp_seq=3 ttl=XX time=0.559 ms
wenn es so aussieht steht das Netzwerk!!!
Hier geht es nicht um VPN-Verbindungen (dazu später), sondern hier wird beschrieben wie ihr euren Rechner per WLan mit dem Router verbinden könnt.
Dazu ist allerdings ein zusätzlicher WLan-Router (oder Accesspoint) notwendig - diesen mit Netzwerkkabel mit dem NK-Router (ich nenn ihn hier mal Nett-Komm-Router) verbinden. Dafür sind eigentlich alle gängigen WLan-Router geeignet.
Wies prinzipiell geht ist unter Drahtlos surfen mit dem Laptop beschrieben
Und ihr braucht natürlich eine WLan Schnittstelle an eurem Rechner. (WLAN-Karte, -Stick o.ä.)
Linuxtreiber für WLan-Karten sind leider immernoch Mangelware. Suse ab 9.2 unterstützt WLan-Karten nach den Standards IEEE 802.11a, 802.11b und 802.11g. Die Standards 802.11b (11 MBit/s) und g (54 MBit/s) sind in Deutschland weit verbreitet.
Ob es für die Karte einen Linux-Treiber gibt, hängt vom verwendeten Chipsatz ab. Suse 9.2 unterstützt laut Dokumentation folgende Chipsätze in WLan-Karten:
Lucent/Agere Hermes Intel PRO/Wireless 2100 Intersil Prism2/2.5/3 Intersil PrismGT Atheros 5210, 5211, 5212 Atmel at76c502, at76c503, at76c504, at76c506 Texas Instruments ACX100
Um rauszufinden welches Chipset in der vorhandenen WLan-Karte steckt einfach mal
http://www.linux-wlan.org/docs/wlan_adapters.html.gz
besuchen,
dort gibts eine riesige Liste mit praktisch allen Adaptern und Chipsets.
Auch die Kommandos lspci bzw. lsusb (je nach Art der Karte) helfen hier weiter.
Wie es unter Suse (ab Version 9.1) geht wird hier ganz gut beschrieben.
Noch eine „Randbemergeung“: die Konfiguration mit Yast2 unter Suse funktioniert nicht immer!!! Es wird zwar überall beschrieben aber ich hab es mit der aktuellen Version versucht (Suse 10.1) und es ging nicht!
Einfach selber probieren. - Wenns nicht funktionier oder überhaupt kein Konfigurationsprogramm zur Verfügung steht bleibt eh nur die „harte“ manuelle Variante:
Zunächst solltet ihr im kernel wireless-support aktivieren. ( unter Network device support —> Bei WLAN-Support hier mindestens die Wireless Extensions aktivieren, auch wenn kein passender Treiber in der Liste ist; dies wird auch bei externen Treiber benötigt. Dann den Kernel neukompelieren. Wie man das macht steht zB. hier.
Viele WLAN-Karten laufen auch mit ndiswrapper, wobei die Windowstreiber verwendet werden.
wird fortgesetzt… thx for help